Wenn der Dezember kommt, verändert sich etwas in uns.
Die Tage werden kürzer, das Licht wird weicher, die Natur zieht sich zurück.
Es ist die Jahreszeit, in der auch unser Körper leiser werden möchte – langsamer, ruhiger, näher bei uns selbst.
Doch während draußen Stille einkehrt, erleben viele Menschen im Inneren mit dem Weihnachtsstress das genaue Gegenteil.
In diesem Beitrag möchten wir dich mitnehmen:
in die winterliche Ruhe, in das Verständnis für deinen Körper – und in die wohltuende Wirkung einer täglichen Auszeit auf der Akupressurmatte.
1. Warum der Winter mehr Ruhe einfordert
Die dunkle Jahreszeit wirkt nicht nur auf unsere Stimmung, sondern auch auf unseren biologischen Rhythmus.
Weniger Tageslicht bedeutet:
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unser Körper produziert mehr Melatonin, das “Dunkelhormon”,
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wir fühlen uns schneller müde, reizbarer, erschöpfter,
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das Nervensystem reagiert empfindlicher auf äußere Reize.
Eigentlich würde unser Körper jetzt gern einen Gang herunterfahren – so wie die Natur es vormacht. Stattdessen wird er im Dezember oft überlastet.
Dieses Missverhältnis zwischen „innerem Winter“ und „äußerem Tempo“ erzeugt Stress.
2. Vorweihnachtszeit: Wenn Ruhe und Realität auseinandergehen
Viele lieben die Weihnachtszeit – das Licht, die Rituale, das Zusammensein.
Und gleichzeitig fordert sie uns: viele Kalendertermine, Geschenke besorgen und Erwartungen erfüllen, eine Weihnachtsfeier nach der anderen und nicht endende to-do-Listen. Hinzu kommt die emotionale Ladung dieser Jahreszeit. Für manche ist sie wunderschön, für andere schmerzhaft, für viele beides.
Stress entsteht oft nicht aus einem einzigen Moment, sondern aus der Summe vieler kleiner Dinge. Darum fühlen sich gerade sensible oder vielbeschäftigte Menschen im Dezember schnell „übervoll“.
3. Kälte, Anspannung & Verspannungen: Warum der Winter auch körperlich belastet
Ein unterschätzter Aspekt: Kälte macht etwas mit unserer Muskulatur.
Wenn uns kalt ist, ziehen wir unbewusst die Schultern hoch, verspannen den Nacken oder bewegen uns weniger.
Dadurch:
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nimmt die Durchblutung in bestimmten Muskelbereichen ab
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Muskeln werden fester und weniger flexibel
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das Nervensystem bleibt im Schutzmodus
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Verspannungen entstehen leichter oder werden stärker spürbar
Besonders Menschen, die ohnehin viel Stress tragen, merken im Winter oft eine zusätzliche körperliche Spannung.
Genau an dieser Schnittstelle – wo Stress und Verspannung sich gegenseitig beeinflussen – kann Akupressur eine spürbare Entlastung bieten.
4. Warum Akupressur im Winter so wohltuend wirkt
Akupressur ist eine sanfte Technik, die über Druckpunkte am Körper Entspannung und Ausgleich fördern kann.
Auf einer Akupressurmatte entsteht dieser Effekt über viele kleine Spitzen, die einen gleichmäßigen Reiz auf die Haut setzen.
Was passiert dabei im Körper?
1. Das Nervensystem wechselt in den Ruhemodus
Der leichte Schmerzreiz auf der Haut aktiviert Rezeptoren, die dem Körper signalieren:
„Du darfst loslassen.“Dadurch wird der parasympathische Bereich des Nervensystems angeregt – der Teil, der für Entspannung zuständig ist. Die Atmung vertieft sich, der Herzschlag beruhigt sich, der Körper gleitet in einen Zustand von mehr Ruhe.
Studien zeigen, dass Akupressur helfen kann,
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Anspannung zu reduzieren,
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innere Unruhe zu regulieren,
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das allgemeine Wohlbefinden zu steigern.
2. Mehr Durchblutung – mehr Wärme
Viele Menschen berichten genau das:
Nach einigen Minuten wird der Rücken warm, die Muskulatur weicher.
Das liegt daran, dass der Druckreiz die Durchblutung steigert. Gerade im Winter, wenn Muskeln durch Kälte schneller verspannen, wirkt dieser wärmende Effekt wie eine kleine Befreiung.
3. Stressabbau durch hormonelle Balance
Sanfte Akupressur kann nachweislich:
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Stresshormone wie Cortisol reduzieren,
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Glücks- und Wohlfühlstoffe wie Endorphine und Serotonin fördern,
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den Körper in einen ausgeglicheneren Zustand bringen.
Viele Menschen beschreiben danach ein Gefühl von Klarheit, innerer Weite oder Leichtigkeit.
5. Die tägliche Auszeit: Ein kleines Ritual mit großer Wirkung
Eine Auszeit auf der Matte ist mehr als Entspannung: SIE ist ein bewusster kleiner Moment der Stille in der Alltagshektik - wie eine kleine Winterpause.
Etwas, das du nur für dich tust – 10 oder 20 Minuten, in denen du nichts leisten musst.
Die Matte hilft dir dabei,
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körperlich zu entspannen,
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mental herunterzufahren,
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einen natürlichen Gegenpol zur äußeren Hektik zu schaffen.
Gerade in der Vorweihnachtszeit kann dieses kleine tägliche Ritual dein Anker sein.
Ein Ort, an dem du immer wieder zu dir zurückfindest.
6. Schlussgedanke: Der Dezember als Einladung
Vielleicht sollten wir uns wieder mehr auf den Rhythmus der Natur besinnen und uns als einen Teil ihrer verstehen. Auch wir brauchen Phasen, in den wir wieder zur Ruhe kommen und Kraft tanken dürfen. Daher möchten wir dich daran erinnern:
„Du musst nicht alles schaffen. Du darfst ruhiger werden. Du darfst atmen.“
Eine tägliche Auszeit auf der Akupressurmatte kann genau dieser Moment sein –
ein warmer, beruhigender Raum inmitten der Dezembertage.
Ein kleines Ritual, das dich daran erinnert, wieder zu dir zurückzufinden.
Quellen
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Oke, S. L., & Tracey, K. J. (2009). From pain to pleasure: The role of the parasympathetic nervous system in stress recovery. Neuroscience & Biobehavioral Reviews.
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Manzaneque, J. M. et al. (2011). Effects of acupressure on anxiety and wellbeing: A systematic review. Journal of Alternative and Complementary Medicine.
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Hsieh, L.-L. et al. (2015). Acupressure improves muscle relaxation and reduces perceived stress. Evidence-Based Complementary and Alternative Medicine.
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Tsay, S.-L. (2004). Acupressure and its effect on fatigue and depression. Journal of Clinical Nursing.
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Nakamura, T. et al. (2010). Cold-induced muscle stiffness and its physiological basis. Journal of Applied Physiology.
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Riemann, D. et al. (2020). Impact of light exposure on circadian rhythms and mental wellbeing. Nature Reviews Neuroscience.
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Field, T. (2016). Massage therapy and pressure stimulation: Effects on anxiety, cortisol, and muscle tension.Psychological Bulletin.